Warum Neue Physik?

Ein deutscher Gymnasiallehrer Hermann Grassmann formulierte schon im Jahr 1844 seine philosophischen Gedanken zur „Entstehung der Elemente“ als sogenannte „lineare Ausdehnungslehre“. Seine Überlegungen formulierte das damalige Sprachgenie achtzehn Jahre später dann noch einmal - nun aber „vollständig und in strenger (mathematischer) Form“. Sein zweites Werk führte allerdings erst nach seinem Tod zur offiziellen Anerkennung von Hermann Grassmann, als den „wichtigsten deutschen Mathematiker“ der neuen Zeit.

Heute ist er uns als „der Begründer der Vektorrechnung“ bekannt. Tatsächlich verstanden wurde er jedoch weder damals noch heute. Das Wort „Vektor“ oder „Skalar“ benutzte er nie. Auch seine Philosophie der „Ausdehnung“ war den damaligen Mathematikern (und Physikern) zutiefst suspekt. Dennoch gilt seine Mathematik bist heute. Selbst die modernsten physikalischen Theorien (von Albert Einstein, über die Quantentheorien bis hin zu den Stringtheorien) beruhen allein auf seinem erstmals erkannten Grenzwechsel zwischen der sogenannten Innen- und der Aussenwelt.

Dass „lineare Ausdehnung der Elemente“ mit dem Gewinn, bzw. dem Verlust von mathematischen Gesetzmässigkeiten in direkter Verbindung stehen, wird nun erst langsam bewusst. Allerdings lässt sich das Zeitalter der Neuen Physik mit nur diesem Wissen allein noch nicht vollständig erklären.

Praktisch zeitgleich wurde in England ein damals ebenso mystisch anmutendes mathematisches System, die „Quaternionen“ erdacht. William Rowan Hamilton bezeichnete es als eine „neue Wissenschaft der reinen Zeit“. Es lässt sich leicht verdoppeln und wird so zu den „Oktonionen“ und „Sedenionen“, den hyperkomplexen Zahlensystemen.

Was von den führenden Gelehrten schon damals als unentschuldbares „Makel“ empfunden wurde, ist auch hier der zugrundeliegende Verlust von weiteren mathematischen Gesetzmässigkeiten. Da spätestens mit der ersten Verdoppelung (den „Oktonionen“) auch damals keinerlei Anwendungsbereiche mehr erkennbar waren, versuchten die damals noch verbliebenen Quanternionisten um das Jahr 1900 zumindest ihr favorisiertes System in die komplexe Vektorrechnung zu integrieren. Es gelang ihnen zwar, - doch die eigentliche geradezu wegweisenden Erkenntnisse von W. R. Hamilton zur „Wissenschaft der reinen Zeit“ gingen damit erst einmal verloren.

Somit stehen sich also seit 150 Jahren zwei scheinbar miteinander konkurrierende mathematische Systeme Werkzeuge gegenüber. Nur das von Hermann Grassmann hat sich tatsächlich durchgesetzt. Die Quaternionen von W. R. Hamilton wurden zwar in neuerer Zeit insbesondere von Ingenieuren und Programmierern wiederentdeckt (und höchst erfolgreich angewendet). Doch auch heute noch wird ihnen lediglich der Wert eines Spezialanwendungswerkzeuges zugestanden. Die beiden weiteren hyperkomplexen Verdopplungssysteme (Oktonionen und Sedenionen) gelten weiterhin als „mathematische Spielzeuge“, ohne physikalische Anwendungsmöglichkeiten.

"Neue Physik braucht eine neue Mathematik!" lautet eine der schon von vielen Expert/innen gesetzte Forderung. Bis heute lassen sich neu entstandene Fragen zum Wesen von verschränkten Zuständen, zur dunklen Energie oder zur Dunklen Materie nicht wirklich beantworten. Spezialisten wissen beispielsweise, dass das heutige "Standardmodell der Elementarteilchen" bislang keine Erklärung dafür bietet, warum welche Teilchenarten die Grundbausteine der Materie oder die der (Grund)Kräfte bilden. Der theoretischen Physik fehlt die dafür erforderliche Theorie bzw. eine geeignete Mathematik.

Die Zukunft einer Neuen Physik besteht nun also darin, die beiden alten mathematischen Systeme mit den offenen Fragen der aktuellen Physik (und Philosophie) zu verbinden. Was ist Information und was ist Energie? Wie lässt sich die Entstehung der Formenvielfalt aus dem unendlich Kleinen und im unendlich Grossen verstehen? Wie kann aus dem mathematischen Nichts ein physikalisches Etwas entstehen?

Im Buch „absolut imaginär“ kombinieren die Informations-Energetiker dafür die n-dimensionale Vektorrechnung und die hyperkomplexen Zahlensysteme mit Hilfe eines neuen imaginären Zahlenverständnisses. Sie zeigen beispielsweise erstmals auf, mit welchen Zahlenverhältnissen sich "Energiewerte" der Elementarteilchen theoretisch begründen lassen.

Ein neues Mathematikverständnis erweist sich damit abermals als wissenschaftlich höchst relevant. Davon profitieren am Ende nicht nur die Naturwissenschaften, sondern eben auch die Geisteswissenschaften.

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